Vor einem Shootingtermin

Vor einem Shootingtermin

Der erste Kontakt

Um den ersten Kontakt zu finden, musst du entweder auf dich aufmerksam machen oder die Leute dazu bringen, aufmerksam zu werden.

Die meisten Kunden bekomme ich persönlich über Mund-zu-Mund-Propaganda. So werden sie von selbst auf mich aufmerksam und ich brauche „nichts“ machen. Allerdings muss ich etwas tun, um den Kunden zu halten. Mir sind damals viele Kunden abgesprungen, weil ich keine Website hatte. Es wirkte etwas unprofessionell und auch nicht wirklich sichtbar. Denn eine Website wirkt einfach viel anspruchsvoller, als eine Facebook-Seite. Wenn du schon eine Website hast, weißt du, was für eine Arbeit dahinter steckt, und auch immer bleibt – für die Pflege.

Da haben wir auch schon den Punkt ‘‘auf sich aufmerksam machen“.

Dadurch, dass du eine Website hast, wirst du sichtbarer für Kunden. Die meisten suchen auf Google nach einem Begriff, statt auf Facebook oder Instagram. Sie geben dann z.B. ein ‘‘Tierfotografin Schwerin“ und finden so am schnellsten ein passendes Ergebnis. Auf Social Media ist dies leider nicht so einfach mit solchen Begriffen. Die meisten haben einen Künstlernamen, wie ich selbst auch, und sind deshalb so nicht zu finden. Über deine Website kannst du allerdings einstellen, wie Leute dich unter diesen Begriffen finden können.

Aber, zurück zu Social Media – unwichtig und unnötig ist es trotzdem nicht!

Denn über Kanäle wie Instagram und Facebook kannst du Werbung für deine Zielgruppe schalten.

Übrigens – besitzt du einen Business Account? Nein? Na dann aber Zack!

So schaltest du deinen Account von „privat“ auf öffentlich und kannst sogenannte ‘‘Insights“ sehen – d.h. die Reichweite, wie viele Leute von deiner Story auf dein Profil gegangen sind und und und.

MACHE DICH PRÄSENT UND EINZIGARTIG!

Nun zum richtigen Kontakt – oftmals schreiben dich die Leute über Facebook und Instagram an, statt über dein Kontaktformular auf deiner schönen Website.

Ich habe es damals so gemacht, dass ich den Leuten alle Informationen über diese Plattformen habe zukommen lassen.

Mittlerweile handhabe ich es aber so, dass ich Ihnen anbiete mir über meine E-Mail zu schreiben oder über meinen Whatsapp Business Kontakt. Ich habe mir z.B. extra ein Diensthandy angeschafft, um alles dienstliche darüber zu klären und mein privates Smartphone mehr für mich zu behalten.

Ich frage meine Interessenten zu aller erst, was genau sie möchten, was ihre Wünsche sind – denn viele Kunden lesen nicht gerne durch die ganze Website, sondern sehen nur Preise und sind evtl. vorerst abgeschreckt. Deshalb versuche ich herauszufinden, was genau sie möchten, und schlage Ihnen dann das passenden Angebot vor. Ich sende aber trotzdem meine Website mit dazu, damit sie sich bei Interesse weitere Informationen einholen können.

Denk immer daran: Der Kunde ist König und du möchtest zufriedene Kunden, oder?

Shootingtermin

Um meinen Kunden das Gefühl zu geben, dass ich mir Zeit für sie nehme, schlage ich Ihnen immer mehrere Termine vor. Vorher frage ich sie, in welchem Monat, welche Jahreszeit oder auch welcher Wochentag am liebsten wäre.

Gleich vorab: bei mir gibt es immer einen kostenlosen Ersatztermin. Ausgeschlossen hiervon sind allerdings Aktionen wie meinen „Strandzauber“ zum Beispiel. Dort habe ich eine handfeste Genehmigung, und alles, was man für eine spezielle Location braucht, und dort geht das leider nicht mit dem Verschieben.

Wenn ich z.B. auf Tour bin und ein Kunde fällt aus, muss er bis zur nächsten Tour warten.

Ich handhabe es so, dass ich bei einer Absage gewisse Prozente des Shootingbetrages einbehalte, wie z.B. bei einem Strandshooting. Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden und es in den jeweiligen Shootingvertrag eintragen. Aber, was man nie vergessen darf: nicht jeder Kunde liest so einen Vertrag bis aufs Letzte. So blöd es klingen mag, aber manche sagten schon: „Was soll in so einem Vertrag schon drinnen stehen?“. Aber wir als Fotografen müssen uns auch absichern und hier geht UNSERE kostbare Zeit drauf!

Vor dem Shooting bespreche ich mit meinen Kunden noch das Outfit, welche/s Halfter/Trense, Location und und und…

Ebenfalls weise ich sie daraufhin, dass ich KEINE Dreckflecken retuschiere und bitte ganz lieb darum, dass Pferd ordentlich zu putzen. Alles andere liegt in der Hand des Kunden.

Vor dem großen Tag

Vor dem Shootingtermin kläre ich nochmal alles mit meinen Kunden ab. Ich sage Ihnen z.B. auch, dass sie ein Ersatzoufit mitbringen sollen, falls es mit dem pompösen Kleid nicht klappt oder etwas dreckig wird und/oder kaputt geht.

Anschließend überlasse ich meinen Kunden die Auswahl der Location. Oftmals sind wir auf den Koppeln der dazugehörigen Wiesen des Stalles oder gehen in einen öffentlichen Wald.

Wenn es aber eine besondere Location sein soll, wie z.B. ein Phaceliafeld, frage ich immer den Bauern oder die Gemeinde des Ortes! Manche solche Wiesen stehen unter Naturschutz oder sind privates Eigentum – da haben wir ohne Genehmigung NICHTS zu suchen!

Ebenfalls empfehle ich den Leuten mit ihrem Pferd schon öfter an die Location zu gehen in Verbindung mit einem Spaziergang oder sonstigem. Bei Fahrten zum Strand wäre es von Vorteil, wenn das Pferd bereits den Strand kennt oder wenigstens schon einmal an einem Strand war!

Nun zu dir! Wie kannst du dich vorbereiten?

Ich prüfe zwei Tage vor dem Shootingtermin, wie es in meinem Shootingrucksack aussieht.

Ich prüfe:

– meine drei Akkus, es müssen mindestens 2 vollgeladen sein.

– meine vier SD Karten, ich habe alle vier dabei.

– meine Shootinghalfter, ich habe vier Stk. dabei.

– mein Putzzeug für meine Kamera.

– all meine Objektive.

Mein Reflektor liegt z.B. so gut wie immer im Auto. Ebenfalls habe ich immer Decken und eine Regenjacke im Auto, für den Fall der Fälle!

In meinem Fotorucksack habe ich auch noch kleine Glitzersteine und manchmal so etwas wie Seifenblasen oder so etwas. Viele Kunden mögen es und kaufen gerne zwei/drei Bilder mit dazu.

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