Während eines Shootings

Mein erster Eindruck bei dem Kunden soll gut sein und vertraulich – deshalb bin ich einfach ich selbst und behandle meine Kunden wie Bekannte oder Freunde von mir. Sie sollen mich kurz kennenlernen und wissen, dass sie mir vertrauen können und ich sie definitiv nicht „alleine“ lassen werde.

Nun versuche ich ein wenig meine Kunden kennenzulernen und versuche sie zu „lesen“. Ich möchte auf den Fotos ihre Geschichte erzählen und Sie widerspiegeln – denn es ist IHRE Session.

Ich sage meinen Kunden auch offen und ehrlich, was ich für Ideen hätte, wo ich denke, dass es sie widerspiegelt. Bis jetzt hat es super funktioniert und die Kunden haben mir vertraut.

Ich gehe mit einer natürlichen Art und Weise an die Fotografie ran – denn es soll echt sein. Meine Kunden wissen auch, dass ich sie nicht wie Wendy aussehen lasse, wenn sie mit Dressursattel und Kandare reiten. Aber das muss man für sich persönlich anpassen, denn das ist die Zielgruppe!

Natürlich sollen meine Kunden auch ihren Ideen den freien Lauf lassen! Aber wir kennen es doch alle – manchmal sieht die Idee des Kunden ziemlich unvorteilhaft aus, oder? Aber wir schlagen ihm diese Idee nicht aus dem Kopf, sondern versuchen ihm entweder zu erklären, warum es kaum umsetzbar ist oder versuchen die Idee leicht umzuwandeln. Dabei achte ich immer auf die Laune meiner Kunden! Wenn ich merke, dass sie damit nicht zufrieden sind, frage ich sie sofort nach Änderungen und was sie gerne wie haben wollen würden.

Und genau deswegen ist es auch wichtig, die Kunden ab und zu mit auf den Bildschirm schauen zu lassen! So gibst du dem Kunden a) ein sicheres, besseres Gefühl und b) weiß der Kunde, dass du seine Wünsche verstanden hast und umsetzen kannst.

Zu den Posen – natürlich gibt es viele davon. Ich arbeite möglichst ungezwungen mit Posen und versuche meine Kunden oft auch in Ruhe zu lassen. Oftmals sage ich Sachen wie: „Denk einfach, dass ich nicht hier wäre, du auf der Wiese gerade zu deinem Pferd gekommen bist und ihr eine Runde Zweisamkeit genießt.“ oder „Spiel mit deinem Pferd, kuschel es – zeig mir, was du fühlst“.

Wie du gemerkt hast, bin ich kein Typ der gestellten Dinge. Deshalb versuche ich auch meine Posenwünsche versteckt einzubauen, und nicht den Kunden Befehle zu erteilen. Sie sollen Spaß haben und es soll eine Freude für sie sein. Keine Arbeit.

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